We met with Robert Petrović, General Manager The Ritz-Carlton Berlin, to talk about his two decades of experience in the hotel business, his role as mentor with the METRO Accelerator powered by Techstars and the opportunities presented by digitalization in the hotel industry. He told us of the role his own mentor played in his career and why it’s so important that everything you do, you do with complete commitment and passion.
Mein Name ist Robert Petrovic, ich bin der General Manager des Ritz-Carlton in Berlin.
Ich bin jetzt seit 25 Jahren im Geschäft, ich habe als Page angefangen.
Ich habe auf 4 Kontinenten gearbeitet, ich habe mehrere Hotels eröffnet – v.a. im asiatischen Bereich,
und seit 2009 leite ich das Hotel hier in Berlin.
Und meine Leidenschaft ist es immer noch die Mitarbeiterentwicklung.
Ich mache meinen Job immer noch gern, da ich sehr gern Mentor für andere bin, gerne coache.
Und ich freue mich wirklich, wenn diese Menschen dann langfristig erfolgreich sind,
weil sie immer jemanden an ihrer Seite haben.
Und genauso bei den Startups: Es ist wichtig jemanden zu haben, der einen coacht, Impulse gibt und unterstützt.
Was ist Ihr Rat für Startups?
Wenn man ein Haus baut, muss das Fundament sehr stark sein.
Und in jedem Unternehmen sind Menschen das Fundament.
Wenn man also die falschen Menschen auswählt,
wird man früher oder später vom Weg abkommen.
Besonders wenn dann Investitionen anstehen,
dann muss es plötzlich überall schneller gehen,
und ich habe viele Startups genau deswegen scheitern sehen.
Ich denke, die richtigen Leute neben sich zu haben, die das Herz sozusagen an der richtigen Stelle haben,
ist der Schlüssel zum Erfolg.
Welche digitalen Innovationen haben
Sie in der letzten Zeit beeindruckt?
In unserm Unternehmen „Marriott“ haben wir vor
18 Monaten eine Software implementiert,
mit der wir mit unseren Kunden kommunizieren.
Kunden können damit ein- und auschecken, können ihr Kundenkonto und ihre Rechnung einsehen,
sie können Zimmerservice bestellen oder auch Filme.
Und jetzt gerade, da wir unseren Bankettraum renovieren, führen wir eine Meeting-App ein,
mit der Kunden während der Meetings an die Servicemitarbeiter schreiben können,
wenn sie z.B. Wasser, Kaffee oder einen Beamer brauchen oder die nächste Pause verschieben wollen,
so dass dies alles schneller geht.
Und das ist die Richtung in die wir gehen und es gibt viele Menschen, die auf diesen Zug aufspringen wollen.
Ich kenne keine Lösung, die alles auf einmal abdeckt, aber wir beginnen, die Hotelbranche zu digitalisieren
und ich freue mich sehr auf den nächsten Schritt.
Sind diese Services profitabel?
Ich denke nicht, dass wir darauf
aus dem Blickwinkel der Profitabilität schauen.
Wir wollen Menschen enger an die Marke binden, das ist im Grunde das Ziel unsrer Branche:
Menschen enger an eine Marke binden, ob es nun Ritz-Carlton, Hyatt oder ein Beach Inn ist,
so dass der Umgang vertrauter ist, und das Geschäft dadurch leichter wird.
Und das wird langfristig die Aufmerksamkeit für die Marke erhöhen.
Ich bin sicher, dass es auch für die digitalen Lösungen selbst bald profitable Geschäftsmodelle geben wird,
aber das ist nicht das Ziel am Anfang – hier möchte man die Verbindung zum Kunden,
um die Transaktionen leichter zu machen.
Haben Sie als Geschäftsmann ein Motto?
Ich habe meinen persönlichen Leitspruch
– ich mag ja Zitate.
Und mein persönliches Motto ist:
„Es ist reicht nicht, deinen Job und die Menschen zu mögen, du musst auch Berge versetzen wollen!“
Und wenn man wirklich mit dem Herzen dabei ist,
dann kann man Dinge auch verändern.
Wenn man nur ‚mag’, Dinge zu tun, dann wird nichts passieren.
Warum wollten Sie Mentor werden?
Ich hatte einen Mentor als ich Auszubildender war,
Junior Manager.
Damals gab es Menschen, die an mich geglaubt haben und mir geholfen haben,
und das ist der Grund,
warum ich heute immer noch im Geschäft bin.
Und am meisten freut es mich,
wenn ich jemanden dabei unterstützen kann,
seine Träume zu verwirklichen und Karriere zu machen – denn mir hat ja auch jemand geholfen.